Aufhören oder weitermachen? Fragen vom Podcastteam an Sympathisantinnen und unsere Kirche zur Zukunft von heilig.Berlin.

2017 wurde heilig.Berlin von der „Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland“ ins Leben gerufen. Das Projekt war vor allem möglich, weil die Freikirche Stephan und Dietmar dafür von anderen Arbeiten freigestellt hatte. Zusammen ergab das eine 0,75%-Stelle für das Projekt. Das hat sich 2020 geändert. Der Stellenanteil ist so nicht mehr vorgesehen. Zwar könnte das Projekt weiterlaufen, aber die Zeitressourcen werden wegfallen. Wie wollen wir mit der Veränderung umgehen?

Ist es sinnvoll, heilig.Berlin fortzusetzen?

Braucht unsere Kirche (d.h. die „Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland“) heilig.Berlin? Ist das Projekt für sie ein wertvolles Labor für Innovation? Wer braucht dieses „Ding“ persönlich? Würde jemandem etwas fehlen, wenn es die Angebote von heilig.Berlin nicht mehr geben würde?

Wir sind überzeugt: heilig.Berlin bietet echte Chancen!

heilig.Berlin lädt ein, verständlich, ehrlich und transparent von sich und den Erfahrungen, Werten, Glauben und Fragen zu reden.
heilig.Berlin ist für uns ein Anknüpfungspunkt, in dem Potential für Ökumenisches und Interreligiöses, für Austausch und Kooperation schlummert.
heilig.Berlin ist ein Werkzeug vor allem für Menschen ab Mitte 20, denen Werte wichtig sind und die sich auf die Suche nach dem eigentlichen Kern im Christlichen begeben möchten.

Wozu könnte es sich lohnen, dass es heilig.Berlin 2020/21 noch gibt?

1. Labor

Heilig.Berlin versteht sich in einer gesellschaftlichen Umbruchssituation als Ort zum Experimentieren, als ein Labor.

Wie funktioniert christliches oder spirituelles Leben in einer Stadt wie Berlin? Wie kann man die Werte Mitgefühl, Gerechtigkeit und (unser Verständnis von) Weltherrschaft zeitgemäß umsetzen?

Worum es geht

  • Infragestellung und Horizonterweiterungen: Wer nur das Eigene kennt, kann nicht sagen, was sie/er mit anderen teilt und was sie/ihn von anderen unterscheidet.
  • Raum zum Ausprobieren: Weil sich vieles verändert, braucht es Experimente, was das eigentlich Christliche in dieser Form und Zeit ist.
  • Religiöse Sprachfähigkeit herstellen

Methoden

  • Irritation erzeugen und neue Sichtweisen anbieten und ausprobieren
  • eigene Erfahrungen und eigene Denkweisen reflektieren
  • Austausch, Gespräche, Begegnung

Werte

  • Mitgefühl
  • Gerechtigkeit
  • Weltherrschaft

2. Vereinsgründung?

Wir möchten mit heilig.Berlin Verantwortung teilen. Darum überlegen wir, heilig.Berlin zu einem Verein zu machen.

3. Das könnte es geben

Mit heilig.Berlin planen wir 2020/21 konkrete Dinge:

  1. Format „Was glaubst du?“ – Menschen reden miteinander, teilen Geschichten und hören zu, was wirklich trägt und auf welche Fragen sie keine Antwort haben.
  2. Gespräch zur Zeit“ – Austausch aus verschiedenen Perspektiven über ein brennendes Thema unserer Gesellschaft mit Reibungsfläche zum Diskutieren.
  3. 10 Podcasts im Jahr – Miteinander und mit Interviewpartnern sind wir auf der Suche nach dem Guten in Berlin unterwegs.
  4. im Januar. Festival für Mitgefühl, Gerechtigkeit, Weltherrschaft“ – Wir vernetzen uns auch 2021 als Menschen, die inspiriert von Mitgefühl, Gerechtigkeit und Weltherrschaft des Guten in eine neues Jahr starten.

Und nun würden wir uns über Reaktionen freuen.

  1. Egal in welche Richtung. Zustimmung, Widerspruch, weiterführende Gedanken. Sprich es aus!
  2. Du teilst das Anliegen von heilig.Berlin? Dann komm ins Labor und mach mit.

Jana, Dietmar, Stephan (das Podcastteam)

7 thoughts to “Aufhören oder weitermachen? Fragen vom Podcastteam an Sympathisantinnen und unsere Kirche zur Zukunft von heilig.Berlin.”

  1. Liebes Heilig-Berlin-Team, ihr bedient genau die Sparte, die ich für meinen Zugang zur Kirche/zum Glauben als wichtig erachte, deshalb wäre es sehr schade, wenn es nicht mehr extistieren würde. Dass ihr in Berlin euren Hauptsitz habt, ist genau richtig, der Input über eure Website ermöglicht aber noch vielen anderen außerhalb Berlins diesen Zugang, das ist wirklich toll.

  2. Oh, was wäre das traurig, wenn ihr aufhören würdet. Eure Beiträge sind überaus spannend, informativ, interessant, um die Ecke gedacht, nachdenkenswert und jedes Mal ein Gewinn. Ich kann euch nicht den Rat geben, eure Freizeit für den Podcast zu opfern, das gehört sich nicht. Ich wünschte mir aber sehr, dass er sich schnell verbreitet, sich vielleicht Sponsoren finden. So professionell, wie ihr unterwegs seid, sollte doch vielleicht sogar eine der großen Medienanstalten Interesse zeigen?

  3. Eine Reaktion gibt es u.a. auf Instagram. -> https://www.instagram.com/p/B74EfjYITtb/ . Diese hat mich aber veranlasst, um meine Sicht auf unseren Artikel etwas zu konkretisieren. Meine Stelle wurde nicht kommentarlos „angepasst“, sondern ich habe viele sehr wohlwollende Gespräche und an vielen Stellen sehr starkes Entgegenkommen für persönliche Wünsche von meinen Vorgesetzten erfahren. Es ist also nicht so, dass ich Vorbehalte gegen meine Ideen erfahren habe. Eher im Gegenteil.
    Nur das Projekt heilig.Berlin soll nicht mit Stellenanteilen weiter gefördert werden. Gründe dafür kann ich durchaus auch nachvollziehen, wenn ich sehe, dass Gemeindebezirke unbesetzt sind und absolut kein PastorInnenüberschuss da ist. Mit Jana und Dietmar mögliche Ideen für ein Fortbestehen von heilig.Berlin zu skizzieren, verstehe ich deshalb nicht als Frustablassen, sondern als Kommunikationsangebot, um darüber zu reden wer sich wie seine Kirche vorstellt und daran mitgestalten will. Denn falls Leuten das Projekt wichtig ist, kann es innerhalb der Kirche weiterlaufen (es muss auch kein Verein sein, dass ist nur eine mögliche Idee). Falls es nicht wichtig ist, dann ist es für mich auch völlig okay, dass es aufhört. Aber ohne drüber zu reden, mag ich‘s nicht beenden wollen. Damit sich niemand hinterher beklagt, dass nichts geht. Es geht ja was, wenn Leute mitgestalten.
    Wenn wir also Fragen „an unsere Kirche“ stellen, dann sind alle die gemeint, die diese Kirche sind. Und dass sind alle ihre (Mit)Glieder.

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