#30 mit Maike Schöfer, Tobias Sauer und dem klugen Publikum: Food Porn als Tischgebet? Kirche und Social Media

#30 Food Porn als Tischgebet? Mit Maike Schöfer, Tobias Sauer und dem klugen Publikum

Ein kurzes Gespräch über die kleinen, feinen anarchischen Möglichkeiten, die Social Media für Christ:innen eröffnet.

Die #30 Ausgabe des heilig.Berlin-Podcasts ist eine besondere. Sie gibt die Social-Media-Session vom „Festival für Mitgefühl, Gerechtigkeit und Weltherrschaft“ wieder, das wir am 18. Januar 2020 in Berlin veranstaltet haben. Besonders ist die Folge aber auch, weil wir bei unserem Festival so aufgeregt waren, dass wir glatt vergessen haben, am Anfang des Gesprächs auf „Aufnahme“ zu drücken. Hier zu hören sind ca. 10 Minuten Bühnentalk plus Gespräch mit dem Publikum.

Mit dabei waren Maike Schöfer alias @ja.und.amen, zu der Zeit Religionslehrerin, Tobias Sauer, Glaubenskommunikator, der das Netzwerk ruach.jetzt anschiebt, und Jana Kaufmann-Päschel von heilig.Berlin.

Was Social Media noch so kann? Maike, Tobias und das Publikum finden, es öffnet Christ:innen zum Beispiel einen Raum für Feminismus und andere Themen, für die in normalen kirchlichen Strukturen manchmal wenig Platz sei. Frau* kann den eigenen Glauben individuell ausdrücken und sich dann mit ähnlich Gesinnten über die Grenzen wie Raum oder Konfession hinweg vernetzen. Nicht zu unterschätzen ist es auch, Dinge einfach mal zu probieren.
Nicht zuletzt reden wir über Rahmenbedingungen, unter den Social Media besser oder aber überhaupt funktioniert. Und über Gründe, warum manche vielleicht enthusiastisch gestarteten Kanäle schlicht versanden.

* Hier als generisches Femininum gemeint.

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Ein Foto mit Michael Blume, Dietmar Päschel, Jana Kaufmann-Päschel, Stephan Hartmann. Zusätzlich zu sehen das heilig.Berlin Podcastlogo.

#29 mit Michael Blume: „Wir können nicht bei einer Menschengruppe alles Böse abladen. Wir alle haben dunkle Anteile.“ Religion und Verschwörungserzählungen

Wir haben uns für diese Folge einen Fachmann eingeladen. Der Religionswissenschaftler Dr. Michael Blume ist der baden-württembergische Landesbeauftragte gegen Antisemitismus. Passend zu seinem eigenen Podcast namens „Verschwörungsfragen“ sprechen wir mit ihm über unsere ersten Erfahrungen mit Verschwörungsmythen. Wir diskutieren darüber, wie sie entstehen und wie sie sich verbreiten. Wo ist der Unterschied zwischen einem Glauben, der nicht zu beweisen ist und einer Verschwörungserzählung? Wie verhalten sich Kirchen und Religionsgemeinschaften richtig, wenn sie mit Verschwörungserzählungen zu tun haben? Ausgehend von unserem eigenen kirchlichen Hintergrund (Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten) suchen wir nach Ressourcen, Hemmnissen und guten Wegen für Kirchen und Religionsgemeinschaften im allgemeinen.

Was erfährt man sonst noch im Podcast? Die Antwort, warum Michael Blume meint, dass alle Verschwörungsmythen im Kern antisemitisch sind, woher er die Energie für seine Arbeit nimmt und welche Frage er an uns hat.

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Angebissenes Croissant auf einem Teller.

Podcast #28: Was lässt Corona von Kirche übrig?

Es gibt Berliner Erlebnisse zum Anhören. Und wir diskutieren die große Frage: Muss Kirche nach dem Lockdown wieder aufmachen?

Wir steigen mit drei Erlebnissen in und um Berlin ein: Dietmar berichtet von einem Erlebnis mit Wutbürger:innen, Stephan war im Berliner Zoo und gönnte seinem ornithologischen Herzen einen weiten Ausflug, und Jana folgte dem Mauer-Radweg über Stock und Stein.

Außerdem reden wir als direkt Betroffene über die Frage: Muss Kirche wieder aufmachen, nachdem der Lockdown alle Gotteshäuser verschlossen hat? Wenn wir schon einmal dabei sind, definieren wir Kirche und reden über ihren Kern. Und ein bisschen schauen wir auf das heilig.Berlin-Festival vom Januar 2020 zurück.

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Auf der Bühne zusammen Christopher Lauer, Larissa Mi, Dekel Peretz, Dietmar Päschel Foto: Stephan Hartmann

„Lasst uns uns ein zu Hause bauen, wo jeder sich auch ein bisschen unwohl fühlt.”

„Was soll bleiben, wenn sich alles ändert?” Um diese Frage drehte sich die zweite Auflage unseres Diskussionsformates „Gespräch zur Zeit”.

Auf der Bühne waren dabei:

  1. Larissa Mi, Kultur- und Religionswissenschaftlerin in interreligiösen Netzwerken
  2. Dekel Peretz, Vorsitzender des jüdisches Zentrums Synagoge Fraenkelufer e. V.
  3. Christopher Lauer, Publizist und ehemaliger Spitzenpolitiker der Piratenpartei
  4. Moderation: Dietmar Päschel, Theologe
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Folge 26 Digital ist anders

Manche Veränderungen sind wunderschön. Deshalb feiern wir am Anfang mal, dass Berlin-Köpenick in Saison 2019/20 einen Erstliga Herrenfußballclub hat. Somit hat die dortige Ökumene neben den sonstigen Gemeinsamkeiten noch ein weiteren Punkt gefunden, über den man sich gemeinsam freut und gleichzeitig gemeinsam in Konkurenz tritt: FC Union Berlin.
Und sonst so? Wir sind mitten in einem Kulturwandel und am Ende wird Kirche anders aussehen. So unsere These. Dazu passen verschiedene Häppchen, die wir präsentieren. Gedanken zur Weiterbildung „Umgang mit älter und kleiner werdenden Gemeinden“. Ein Artikel zur Glaubwürdigkeit von Kirche, der Dietmar in die Hände gefallen ist. Und Inspirationen von Janas Besuch des BarCamps „#digitaleKirche“ in Essen. 
Für alle, die die vorangestellten Themen noch nicht zum Reinhören bewegen können, noch zwei Argumente, die auf jeden Fall zum Anhören bewegen sollten: Nach 26 Folgen wird nun endlich aufgelöst, wer wessen Schatzi ist und Stephan seichte Witze über Namen mag.

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Podcast #25 Muss das alles kompliziert sein?

Wie einfach darf etwas sein und in wie vielen Schattierungen sollte man denken und Glauben? Doch bevor wir darüber reden, tragen wir noch bunte Eindrücke von Reisen und Begegnungen zusammen. Mit dabei El Anatsui, Sandra Roberts, das Kyffhäuserdenkmal und Flundern zum Streicheln.

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